Geburtstagsabenteuer am Gotthardo

Gotthardo2016Lena hat heute Geburtstag. Ein Grund mehr, ein Abenteuer zu unternehmen. Dieses Wochenende ist Publikumsanlass am Gottardo. Das erste Mal fahren öffentliche Züge durch den neuen Gotthardbasistunnel.

Unsere Bahnstrecke am 05.06.2016
Unsere Bahnstrecke am 05.06.2016

Wir haben Zeit und Lust, diesen Publikumsanlass zu besuchen. Anna war gestern zu eine Hochzeit eingeladen. Wir haben uns mit ihr um 07:55 am Gemeindehaus getroffen.

Und sind am HB in den Sonderzug nach Arth-Goldau eingestiegen. Die Stecke führte uns über Schlieren (?), Mägenwil, Wohlen und Muri bis nach Zug und schliesslich nach Arth-Goldau. Was man nicht alles kennen lernen kann. Dort mussten wir umsteigen und wählten nicht den nächsten Sonderzug, sondern die Standardverbindung, die 20 Minuten eher kam. Dieser Zug ist nun deutlich voller, als der fast leere Extrazug vorhin. Aber wir haben unsere 4-er Sitzecke für uns und ignorieren die laut schwatzenden Frauen und die leicht lärmenden Kinder. Nicht problematisch, aber deutlich lauter, als vorhin. Nun geht es über Schwyz (die Wiege der Schweiz) und Brunnen am Vierwaldstätter See entlang in Richtung Gottardo. Diese Strecke kommt uns bekannt vor.

gottardo-2016 NordportalAm Tunneleingang im Norden sind wir gerade vorbei gefahren. Da kommen wir dann nachher wieder raus.

Jetzt geht es dann die Gotthardbergstrecke hoch.
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Tatsächlich: die Kirche von Wassen – die als Wahrzeichen der Gotthardstrecke gilt – taucht immer wieder (und immer noch) auf einer anderen Seite des Zuges auf. Immer abwechselnd. Verwirrend beeindruckend. Das muss man erlebt haben. image Und die Väter zeigen es ihren Kindern, so wie ich es damals in den 90-igern meinem Vater gezeigt habe. ?!? 🙂

Nun sind wir in Göschenen.
Und fahren in den Gotthardtunnel der Gotthardbergstrecke ein.

Lena und Anna kennen sich hier oben bestens aus, weil sie ja das Kletterlager hier oben hatten. Damals sind sie mit dem Büssli von Kletterlocation zur Kletterlocation gefahren. Immer wieder über die Gotthardpassstrasse.

Mal schauen, wie das Wetter denn im Süden so ist. Gemäss Wetterbericht soll es ähnlich sein.
Prossima Fermata: Ariolo
Geschafft: wir sind im Tessin!

Das Wetter ist etwas besser.

Nun sind wir bald in Pollegio und Biasca, wo wir uns die Veranstaltung und die Ausstellungen ansehen werden.

Beim Aussteigen aus dem Zug sehen wir oberhalb des Bahnhofs einen wunderschönen doppelten Wasserfall. Sofort war uns allen 3 klar, dass wir dort hoch laufen wollten. Ein Blick auf die Karte am Bahnhof zeigte uns, wo lang. Das iPhone half natürlich auch gerne aus und bald waren wir an der alten Kirche vorbei auf den ansteigenden Weg unterwegs.
Oben am Wasserfall angekommen konnten wir nur staunen. Und das tun, was man im Tessin im Sommer immer an lauschigen Plätzen auf Steinen in Flüssen und Bächen so macht: Hinsetzen, Füsse ins Wasser und relaxen. Perfekt. Der Rest zum Glück verweilte leider noch in Südengland, mittem im Atlantik.

Den Rückweg wählten wir über den Kreuzweg halb am Hang entlang. Wir kamen oben an der Kirche St. Peter und Paul heraus, welche wir leider nicht besichtigen konnten.
Dafür schauten wir uns dann unten im Dorf das Octagon der anderne Kirche an.

Unten im Ort konnten wir nicht an der netten Pizzaria vorbei gehen, welche Michael schon vorhin entdeckt hatte. Wir fanden einen Tisch für uns drei und ruhten uns von unseren Abenteuern aus. Bei Pizza und Gnoggi (nicht zu empfehlen) und Panaché und Apfelschorle liessen wir es uns gut gehen.

Zurück am Bahnhof bestiegen wir den Shuttle-Bus, der uns in ca. 10 Minuten Fahrt zum Festgeländer brachte. Dort gab es viel Volk. Ein totaler Kontrast zu der Ruhe vorhin am Wasserfall. Wir schauten uns einiges an. Die Vorführung der Tanztruppe war nett und speziell. Der Durchmesser des Bohrers war beeindruckend. Und bei dem Gewinnspiel der Post hat Michael einen 20 CHF Gutschein gewonnen.
20-fr.-muenze-san-gottardo-2016Und Lena hat sich die Sondermünzen der Eidgenossenschaft zum Geburtstag gekauft.

Nach einem Bummel über die Ausstellung habe wir und noch ein original Tessiner Gelato gegönnt.
Gottardo_2016 LockUnd dann sind wir in den Sonderzug gestiegen, der das eigentliche Abenteuer an diesem Tag bot: Die Durchquerung des Gotthardbasistunnels. Unspektakulär. In 25 Minuten ist man die 57 km gefahren. Dunkles Loch, nichts Besonderes. Aber die Ingenieurleistung ist um so grösser. Und die Leistung der Schweiz, dass sie diese Aufgabe gestemmt hat. Italien und Deutschland sind noch lange noch nicht mit dem Ausbau ihrer Zubringer fertig.

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Zurück auf der Alpennordseite hatten wir kein sonniges Wetter wie im Süden, sondern es regnete. Der Bekleidung der Leute nach zu urteilen schon den ganzen Tag.

Das Nordportal in Erstfeld
Das Nordportal in Erstfeld

Wir beschlossen, in Erstfeld nicht noch eimal auszusteigen, sondern lieber wieder nach Hause zu fahren. Der Tag war schon lang genug.

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