Nach gemütlichem Ausschlafen haben wir uns am Samstag um 11 Uhr auf den Weg in den Gotthardstau gemacht. Ausweichempfehlungen wurden keine gegeben, da es am St. Bernadono wohl einige Unfälle gegeben hatte. Deshalb entschieden wir uns in Erstfeld von der Autobahn abzufahren und auf der Landstrasse am Stau vorbei zu fahren. Je näher wir Andermatt kamen, desto stärker regnete es. Insbesondere auf der Tremola hatte es viel Verkehr, so wir nicht richtig vorwärts kamen. Aber zumindest gestanden haben wir nicht. Über den eigentlichen Gotthardpass konnten wir dann wieder schneller fahren. Auch wenn der nervige Holländer das Gaspedal nicht fand. Auf der Südseite erwartete uns starker Nebel. Bis hinunter nach Ariolo. Erst bei Biasca hörte es auf zu regnen und es wurde schön.
Vor Chiasso zeigte das Navi ebenfalls einen längeren Stau an. Wir beschlossen auch diesen zu umfahren und wurden über Land geführt.
Eine schöne Landschaft durch Oberitalien ohne Stau aber mit vielen funktionierenden Kreiseln.
Als wir dann auf die Autobahn kamen war es nicht mehr weit bis Mailand. Das Navi führte uns dann auch problemlos bis zum Hotel. Ein modernes Jugendhotel mit bunten Fotos an den Türen. Aber alles freundlich und sauber.
Das Auto konnten wir im Hof abstellen und schon bald waren wir am ersten Veloständer von BikeMi. Das Ausleihen mit Nummer und Passwort klappte problemlos und schon bald führen wir 4 auf unseren Gelben Leihrädern durch die Stadt.
Bei so schönem Wetter lässt sich eine grosse Stadt Samstag Nachmittag mit wenig Verkehr super entdecken. Wir mussten nur spätestens alle 2 Stunden die Räder einmal wechseln, um keinen Penalty einzufahren. Zum Glück gab es in der Nähe von Kirchen und interessanten Stellen immer weitere Verleihstationen.
Wir haben viel gesehen. Zuletzt sogar den Dom und die unscheinbare Scala.
Auf der Rückfahrt zum Hotel machte dann Elkes Accu schlapp und wir gaben das Velo zurück. Aber es war nicht mehr weit bis zum Hotel so dass Michael die paar Meter laufen konnte.
Die Nacht war trotz hohen Temperaturen recht erträglich. Eine Dusche am Abend und am Morgen ist erquickend.
Zum Frühstück sind wir an die Kanäle im Viertel Navigli gefahren. Dieses Ausgehquartier war allerdings Morgens noch sehr ausgestorben. Doch nach einiger Zeit fanden wir ein kleines Café aus dem es lecker roch. Wir genossen den Café und die leckeren Gipfeli.
Anschliessend haben wir den Audi aus dem Hof befreit und sind durch das Sonntagmorgentliche Mailand gefahren.
Anna führte uns zu dem kleinen privatem Museum von einem verstorbenem Sammlerehepaar.
Spannend einmal ein edles Mailänder Haus von innen zu sehen.
Anschliessend haben wir ins das Architektonisch interessante Viertel angesehen. Spannende Häuser, ein nettes Einkaufszentrum (ohne Gelateria ?) und eine top aktuellen Replay Stage Shop in dem sich alle drei Frauen sichtlich wohl fühlten und auch alle etwas fanden. Nur für die Herren hatte es nur die italienischen Zwockelgrössen (in Amerika heisst so etwas X oder XS oder wird gar nur in der Kinderabteilung verkauft).
Nun war es Zeit, Michael zum Station Milano Centrale zu bringen. Ein kleiner Einkauf im Supermercado und Land Hugs & Kisses und schon wurde Abschied genommen.
4 Stunden später war Michael nach einer unbequemen aber schlafreichen Zugfahrt wieder in Zürich. Am Flughafen wartete das Töffli, was den Rest der Reise zu einem Vergnügen machte.
