Nach langer Zeit ohne Ski-Fahren zog es uns dieses Wochenende wieder auf die Ski. Eigentlich hatten wir Garmisch-Partenkirchen und Umgebung ins Auge gefasst, aber weil Vollmond war und Lena in der Schule das Thema Sterne hat, kam die Diavolezza wieder ins Spiel. Am Montag ist Vollmond, der Wetterbericht sagte schönes Wetter voraus und Elke konnte sich für den Montag eine Vertretung organisieren. Und die Diavolezza kannten Anna und Michael ja schon vom letzen Jahr.
In aller Ruhe packten wir am Freitag Vormittag unsere Sachen, liehen noch zwei Paar Ski für Anna und Lena aus und stiegen in den Sharan um die Fahrt bis Pontresina in Angriff zu nehmen.
War zunächst in den Kantonen Zürich und Schwyz noch regnerisches Huddelwetter, so zeigte sich ab Chur im Kanton Graubünden die Sonne langsam wieder, so dass Michael sogar die Sonnenbrille montieren musste.
In ruhiger, kurviger aber nicht zu schneller Fahrt fuhren wir über den Julier und waren auch bald im Engadin. Von Pontresina was es dann nicht weit bis zu Talstation Diavolezza am Berninapass.
Mit 4 Rücksäcken bewaffnet bestiegen wir die Gondel und war pünktlich um 15:30 oben im Gasthaus.
Es erwartete uns ein munzig kleines Zimmer mit 2 Doppelstockbetten. Stehen zwei von uns im Raum, kann sich niemand mehr umdrehen. Aber für 3 Nächte geht das schon mal.
Am Samstag dann sind wir nach den Frühstück direkt von hier oben los gefahren und haben die gut präparierte Piste genossen.
Anna war ganz erstaunt, dass auf ihrer Ski-App auf dem iPhone eine Maximalgeschwindigkeit von 104 km/h registriert worden war. Michael kam auch auf 100 km/h. Und das, ohne das wir besonders gerast hätten.
Lena genoss das Cruisen mit ihren Leihski und ihrem neuen grünen Helm. Alle 4 hatten wir viel Spass in der Sonne bei diesen perfekten Verhältnissen Ski zu fahren.
Mittags brauchten wir aber alle 4 eine Pause und konnten uns oben im Berggasthaus in die Betten für einen kurzen Mittagsschlaf legen.
Nach dieser Pause waren draussen bei starkem Wind aber immer mehr Wolken aufgezogen, die die Sonne hinter einem Schleier versteckten. Dadurch litten die Kontraste und wir konnte nicht mehr genügend sehen. Dann reichten uns einige Fahrten mit dem kurzen Lift oben und eine komplette Abfahrt nach unten. Für den ersten Tag war das schon genug.
Am nächsten Tag, dem Sonntag Morgen waren wir fast alleine. Die Bergbahnen hatten trotz des angesagten Sturms doch noch geöffnet. Aber es trauten sich wohl nicht so viele Personen hier herauf. Der Wind war gar nicht so schlimmt, aber es fegte bis in Kniehöhe der feine Pulverschnee, der in den letzten Tagen hier oben gefallen war. Eine unwirkliche Szenerie.
Ideal für ein paar einmalige Fotos im Gegenlicht.
Das Wetter wurde im Tagesverlauf deutlich besser, und wir konnten den ganzen Tag geniessen. Da wir ja oben unser Zimmer hatten, stand einer Mittagspause mit einem kleinen Schläfchen nichts entgegen. Bald zog es uns aber wieder auf die Ski.
Und am Abend erwartet und ein Bad im heissen Whirl-Pool. Den das Hotel aussen neben die Terrasse gesetzt hatte. Die Angestellten versicherten sich noch einmal, ob wir auch wirklich bei dem Wind in das heisse Nass wollten, aber weil wir ja alle unsere Mützen dabei hatten, wagten wir es und haben es nicht bereut.
Zum Schluss belohnte uns noch ein wunderbarer Sonnenuntergangshimmel (die Sonne war schon lange hinter den Bergen verschwunden).
In dieser Nacht waren wir die einzigen Gäste im ganzen Hotel. Auch mal ein spezielles Erlebnis. Wir bekamen sehr freundlich ein leckeres mehrgängiges Abendessen serviert und sind dann bald müde ins Bett gefallen.
